Badesee und Schwimmbad: Wie sich Eltern und Nachwuchs sicher entspannen

Sommer, Sonne und gute Laune - für die meisten Eltern und ihre Sprösslinge bedeutet die warme Saison Badespaß während der gesamten Ferienzeit. Gleichzeitig verbinden Eltern den Badespaß aber auch mit einem kleinen Risiko, schließlich sorgen sie sich um die Sicherheit ihrer Kleinkinder. Aus diesem Grund geben wir im Anschluss hilfreiche Tipps, wie Eltern den Sommerurlaub mit ihren Kleinkindern sicher gestalten.

Einen sicheren Badeort finden

Wer mit Kleinkindern den Urlaub eintritt, muss bereits vor Abreise einige Vorkehrungen treffen. Die Erste ist die Auswahl eines sicheren Urlaubsortes. Zwar sollten Eltern ihre Aufsichtspflicht grundsätzlich nie vernachlässigen, wer jedoch einen sicheren Urlaubsort auswählt, der erleichtert sich die Überwachung der Kinder.

Gerade in der Sommerzeit, in der Eltern ihre Urlaubszeit gerne an einem Badesee verbringen, gibt es einiges zu beachten. Nicht jeder Badesee eignet sich für den Besuch mit Kleinkindern. Der ADAC testet jedes Jahr Badeseen in ganz Deutschland auf ihre Kindertauglichkeit.

Im ADAC Badeseen-Test 2013 überprüfte der Allgemeine Deutsche Automobil-Club 41 Badeseen in 12 deutschen Großstädten. Das Ergebnis: In jeder siebten Messstelle wurden bedenkliche Keimkonzentrationen im Flachwasser nahe des Ufers gefunden. Immerhin 18 von 65 Messpunkte wurde mit „ausreichend“ bewertet, 20 wurden als „sehr gut“ befunden, 17 gelten immerhin als „gut“.

Sicherheit am Pool

Wenn der örtliche Badesee nicht sicher genug ist, dann ist das Schwimmbad der nächstbeste Entspannungsort im Sommer. Für Kinder gibt es ohnehin nichts Schöneres, als sich in der heißen Sonne im kalten Pool aufzuhalten. Ein Pool kann aber auch eine große Gefahrenquelle sein. Immer wieder zeigen tragische Unfälle in Ferienanlagen und Schwimmbädern, dass mit dem Pool nicht zu spaßen ist und gewisse Sicherheitsregeln zu beachten sind.

Die größte Gefahrenquelle ist die Ansaugpumpe. Ein sicherer Pool saugt in Europa mit weniger als 0,5 Meter je Sekunde und schaltet sich ab, wenn dieser Unterdruck erreicht wird. Da Eltern die Ansauggeschwindigkeit nicht selbst schätzen können, sollten sie beim Poolbesitzer nachfragen. Zwar wird ein Handtuchtest immer wieder empfohlen, bei diesem kann man sich allerdings schwer verletzen.

Für einen Poolbesuch mit Kleinkindern empfehlen wir Folgendes:

  • Eltern sollten den Pool zusammen mit ihren Kindern testen.
  • Mädchen binden die Haare zusammen und tragen, genauso wie Jungs, eine Badekappe.
  • Badeshorts sollten möglichst eng anliegen, um sich nicht in einer Pumpe zu verfangen.
  • Bereiche um Ansauganlagen oder Abflussrohre sind Tabuzonen.

Eine andere Geschichte ist die Qualität des Wassers: Kinder halten sich stundenlang im Wasser auf, schlucken das Kühle nass und bekommen es auch Mal in die Ohren. Schlechte Wasserqualität führt nicht nur zu Ausschlägen, sondern auch Mittelohrenentzüdungen oder Amöbeninfektionen. Indizien für eine schlechte Wasserqualität sind tote Insekten, treibende Blätter, Algenfilme, Sand sowie ein öliger Film auf dem Poolwasser.

Sonnenschutz für empfindliche Kinderhaut

Ein häufig unterschätztes Sicherheitsrisiko beim Badespaß ist der Sonnenschutz. Eltern neben die strahlende Sonne gerne auf die leichte Schulter. Ein großer Fehler: Kinderhaut ist zart, weich und äußerst empfindlich. Dieser Haut fehlt die Lichtschwiele, welche in Reaktion auf UV-Strahlung verdickt. Kinderhaut ist somit nicht im Stande, einen Sonnenbrand relativ gut wegzustecken und benötigt einen speziellen Schutz.

Häufige Sonnenbrände bei Babys und Kleinkindern erhöhen die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Dies zeigt die erschreckende Statistik der vergangenen 15 Jahre: Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen hat sich vervierfacht. Aus diesem Grund sollten Eltern ihre Kleinkinder jederzeit vor UV-Strahlung schützen. Wir haben folgende Tipps für Eltern:

  • Bekleidung: Sonnenschutz ist mehr als Eincremen. Der beste Schutz ist der Schatten, wenn dieser nicht zur Verfügung steht, die Kleidung. Kleinkinder sollten im Sommerurlaub nie unbekleidet in der Sonne spielen. Ein Strandanzug mit UV-Schutz bietet maximalen UV-Schutz und sieht auch nur trendig aus.
  • Sonnenbrillen: Sie sind nicht nur cool und modisch, sondern schützen auch die Augen vor UV-B-Strahlung. In Deutschland erhältliche Sonnenbrillen tragen das CE-Zeichen und garantieren somit einen Mindest-UV-Schutz.
  • Sonnenhut: Alles gute kommt von oben, für die Kleinen ist die strahlende Sonne nicht sonderlich gut. Mit einem schicken Basecap oder einem Hut dagegen können Eltern den Nacken und das Gesicht ihrer Kleinen schützen.

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