One Way Ticket to Mars - Mission to Mars: Auswandern für fest Entschlossene

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Tapetenwechsel gefällig und weg von den üblichen Zielen wie Dominikanische Republik, Ibiza oder Bulgarien? Lust auszuwandern - aus Ihrer Stadt, Ihrer Region, Deutschland, Europa, weg von der Erde? Was viele Jahre den Stoff für Science-Fiction-Filme lieferte soll nun Wirklichkeit werden. Träumte der Mensch bis in die 60er Jahre vom Mond, denkt er heute an den Mars. Hisste er einst seine Flagge, stellte diverse wissenschaftliche Forschungen an und verschwand schließlich wieder sicher zurück auf die Erde, beschäftigt er sich heute mit der Idee der permanenten Besiedlung von Nachbarplaneten. Der Mars soll in naher Zukunft den Boden für dauerhaften menschlichen Lebensraum bilden.

Keine Utopie – Bewerbung um ein anderes Leben

Diesen Boden bereitet seit einigen Jahren das niederländische Unternehmen Mars One, indem es an der Umsetzung einer Kolonie arbeitet. Für die Expedition ohne Wiederkehr werden weltweit Freiwillige Marspioniere gesucht. Neben dem festen Willen, die Erde für immer verlassen zu wollen, sollten Interessenten u.a. Grundeigenschaften wie Neugier, Ideenreichtum, Kreativität, Anpassungsfähig, Teamfähigkeit, psychische sowie physische Robustheit mitbringen. Das Bewerbungsverfahren soll in Kürze eröffnet werden und ist in Form einer einminütigen Videobotschaft einzureichen, welche die Auswahlkomission von der ersten Eignung der Kandidaten überzeugen soll. Das vorgeschriebene Mindestalter für eine Teilnahme beträgt 18 Jahre.

One Way bzw. final boarding

Aktuell haben sich bereits tausende Interessenten gemeldet. Sie wollen den finalen Umzug, ihre endgültige Abreise von der Erde wagen. Ein Schritt, der genau überlegt sein sollte, denn es gibt keine Rückfahrscheine – er ist letztendlich und führt nie mehr in die gewohnten natürlichen und sozialen Umgebungen zurück. In diesem Sinne handelt es sich nicht um Tourismus im gewöhnlichen Sinne, da dieser lediglich auf einen spezifischen Zeitraum begrenzt ist.

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Auch handelt es sich nicht nur um eine rein geistige Entscheidung, die wohl überlegt sein sollte. Die Lebensbedingungen auf dem Nachbarplaneten sind derart unterschiedlich von denen der Erde, dass der menschliche Körper bereits während der siebenmonatigen Anreise erhebliche Veränderungsprozesse durchläuft. Er wird sehr viel Muskelmasse verlieren und am Zielort angekommen auch viel weniger davon brauchen. Auch werden sich aufgrund der viel geringeren Schwerkraft vor Ort seine Knochen abbauen usw. Seine Physis wird sich derart verändern, dass er auf der Erde gar nicht überleben könnte.

Wirklich kein PR-Gag?

Alles deutet darauf hin, dass es sich nicht schlicht um eine PR-Kampagne handelt. Bereits in drei Jahren sollen erste Vorbereitungen auf dem Mars getroffen werden. Darunter zum Beispiel die Auskundschaftung eines geeigneten Wohnumfeldes. Es gibt spezifische Zeitpläne, wann welche Planungsetappe einsetzt, erste Versorgungsgüter und Solarmodule „hoch“ geschickt werden und nach erfolgreichem Abschluss einer Mission weitere Nahziele verfolgt werden. Im September 2022 sollen die ersten zukünftigen Marsianer in ihr neues Lebensumfeld aufbrechen. (also jetzt schon die Frühbucher Chancen nutzen ;) )

Wer bezahlt das?

Stellt sich die Frage, wer die nicht unerheblichen Kosten für solch visionäres Ideengut trägt? Mars One plant mit Spenden, Sponsoren sowie dem Verkauf Übertragungsrechten. Das Projekt soll von Anbeginn medial begleitet und vermarktet werden. Es beginnt bereits bei der Auswahl geeigneter Teilnehmer, und reicht über deren Ankunft bis hin zu späteren Versorgungsflügen. Es wird erwartet, dass sich Medienschaffende und Sender ein solch außergewöhnliches Medienevent etwas kosten lassen werden, um ihrerseits die Aufmerksamkeit ihres Publikums zu gewinnen.

Ebenso ist geplant das Bewerbungsverfahren selbst zur Finanzquelle werden zu lassen. Auch um der Auswahlkomission Fake-Bewerbungen zu ersparen, wird die Einsendung der Videobotschaft mit einer Gebühr von rund 20 Euro belegt werden und je nach Nationalität der Interessenten schwanken. Auf diese Weise soll die Chancengleichheit zwischen reichen und armen Ländern gewahrt werden. weitere Informationen findet Ihr bei Golem - Magazin

Foto: © lunamarina - Fotolia.com

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